Der Bahnhof "Scherfede"
in Rimbeck

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Auszug aus der Chronik 1871:

"Schon seit vielen Jahren waren hier Messungen zum Bau einer Eisenbahn im Diemeltale zum Anschluss an die Obere Ruhrtalbahn vorgenommen und endlich im Anfanges dieses Jahres definitv festgesetzt. Nachdem schon Ende vorigen Jahres die Strecke von Stadtberge über Westheim nach Wrexen angefangen war, wurde nun im Mai die Strecke von Wrexen nach Scherfede in Anriff genommen."

Damals veränderte die Bahn das Leben in Rimbeck und Scherfede. Das Ende der Postkutschenzeit brach an.

Am 23.08.1872 konnten die Rimbecker die erste Dampflokomotive im Bahnhof Scherfede, der in der Gemarkung Rimbeck liegt, erblicken.

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Das Zeitalter der Eisenbahn in Rimbeck Obere Ruhrtalbahn 01.07.1870: Eröffnung der Strecke von Schwerte bis Arnsberg 18.12.1871: Eröffnungf der Strecke von Arnsberg bis Meschede 01.07.1872: Eröffnung der Strecke von Meschede bis Nuttlar 06.01.1873: Eröffnung der Bahnstrecke Nuttlar bis Warburg 15.10.1876: Eröffnung der Bahnstrecke Scherfede - Holzminden

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Das Gelände rund um den Bahnhof diente damals sogar als Naherholungsgebiet. Auf dem Bahnhofsteich, der als Wasserspeicher für die Dampfloks diente, konnte man sich Ruderboote ausleihen oder am Wasser verweilen.

Auszug aus der Chronik 1945:

"Die Jahre 1942-1944 brachten für Rimbeck keine wesentlichen Ereignisse. Jedoch sollte unsere Gemeinde im Jahre 1945, dem letzten Kriegsjahr, noch eine Kriegsauswirkung zu spüren bekommen. Da der Bahnhof für feindliche Flieger ein lohnendes Ziel war, erfolgte dann auch im Februar der erst Bombenangriff auf die Bahnanlagen. Der Angriff erfolgte gegen Mittag. Ungefähr 70-80 Bomben wurden geworfen, die südlich und östlich des Dorfes einschlugen. Die Bahnanlagen wurden nicht getroffen - es kam zu Schäden an privatem Eigentum."

Im Oktober 1977 endete das Dampfzeitalter bei der Bundesbahn.

Auszug aus der Chronik 1983:

"Die dt. Bundesbahn hat im Laufe dieses Jahres das bereits seit Jahren leerstehende Empfangsgebäude von zahlreichen Arbeitskräften abbrechen lassen. Damit verschwand für immer ein imposantes Gebäude in Rimbeck. In diesem Bahnhofsgebäude waren früher untergebracht: ein Bahn-Postamt, die Büro-Räume des Bahnhofvorstehers und dessen Personal, Räume des Fahrdienstleiter, die Bahnhofswirtschaft nebst Wohnung sowie zwei Wohnungen für Bahnangestellte."

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Auszug aus der Chronik 1984:

"Der Sportangelverein Diemeltal kaufte den etwa 23.000qm großen Bahnhofsteich und das angrenzende Gelände in Rimbeck."

Auszug aus der Chronik 1986:

"Im Mai fand eine Sonderfahrt des legendären >>TEE-Superzuges<< satt, der vom Sauerland kommend durch den Bahnhof Scherfede weiter über Beverungen nach Hameln fuhr."

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Aktuell verkehrt am Bahnhaltepunkt Scherfede der RE17 (Hagen-Kassel) halbstündlich mit modernen Dieseltriebwagen.